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Die Saison begann für die jungen Ottendorfer unter äußerst schlechten Vorzeichen. Nachdem Marlene Reimann zum Beginn des Schuljahres auf das Sportgymnasium in Chemnitz gewechselt ist, sorgte die Ablehnung eines Sondereinsatzes zweier älterer Spieler nur wenige Tage vor dem ersten Spieltag für eine deutliche Minimierung des Spielerkaders. Hinzu kam, dass sich Leonhard Gyra, wichtiger Spieler der u14, eine Auszeit vom Basketball nimmt.

In den vergangenen Saisons waren die kleinen aber flinken Rödertaler ihren Gegnern körperlich meist deutlich unterlegen. Der erste Spieltag der sächsischen Jugendoberliga brachte nun ein ganz neues Spielgefühl. „Wir sind größer als der Gegner!“ Körperliche Überlegenheit gepaart mit basketballerischen Können ließen den jungen Chemnitzern nicht den Hauch einer Chance. Bereits nach acht gespielten Minuten stand es 21:2 für den BCO. Nicht nur, dass unsere großen Spieler Jonas, Fabi und Paul einen Rebound nach dem anderen holten, auch die „Kleinen“ Tobi, Marcel, Mini und Simon sorgten mit viel Druck in der Defense für zahlreiche Ballgewinne. Mit viel Tempo und Einsatz erkämpften sie sich den ersten deutlichen Sieg dieser Saison. Bei einem Endstand von 84:17 aus Sicht der Ottendorfer war der BCO Sieg zu keiner Phase des Spiels gefährdet.

Die zweite Begegnung schien bereits beim Anblick des Gegners deutlich schwieriger, da der USC einige sehr große Spieler in der Aufstellung hatte. In der Kabinenansprache wurde den BCO Spielern nochmals verdeutlicht, dass man das Spiel nur gewinnen kann, wenn jeder konzentriert spielt und Verantwortung übernimmt. Besonders beim Ausboxen mussten die Spieler bessere Arbeit leisten als im ersten Spiel. Im Angriff sollten die Ottendorfer ihre Schnelligkeit ausspielen.

Vom Sieg des ersten Spiels motiviert, starteten die jungen Spieler des BCO ein wahres Offensivfeuerwerk. Innerhalb der ersten vier Spielminuten konnten sie sich bereits einen 9 Punktevorsprung erarbeiten. Doch nun kam auch der USC so langsam in Fahrt und die Körbe fielen auf beiden Seiten. Beim Stand von 23:13 aus Sicht der Ottendorfer, läutete Mini das zweite Viertel mit einem aalglatten Dreier ein. Bis zur 6. Minute dieses Spielabschnitts konnte die Führung bis auf  20 Punkte ausgebaut werden. Doch wer einen Sieg nun schon in greifbarer Nähe glaubte, der sollte sich täuschen.  Durch Nachlässigkeiten in der Defense wurden leichte Punkte der Leipziger zugelassen. In der Offense führten vor allem Fehlpässe zu Ballverlusten. So schafften es die Leipziger bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 41:30 zu verkürzen.

Die Halbzeitansprache war kurz und deutlich. „Es wird jene Mannschaft als Sieger vom Feld gehen, die den Sieg mehr will und auch über die Erschöpfung hinaus bereit ist zu kämpfen.“Beide Mannschaften hatten nur sieben Spieler in der Aufstellung und bereits ein Spiel in den Knochen. Von diesen Worten angetrieben, mobilisierten die BCOler all ihre Kräfte. Mit einer starken Defenseleistung zu Beginn des dritten Viertels erarbeiten sich die Ottendorfer einen Ballgewinn nach dem anderen. Doch die Kräfte und Konzentration reichten nicht aus, um diese auch alle in Punkte umzuwandeln. So gelang es dem BCO leider auch im dritten Viertel nicht den Vorsprung weiter auszubauen. Beim Stand von 59:48 hatten die Ottendorfer aber die weitaus bessere Ausgangslage für das entscheidende letzte Viertel. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz gelang es nun endlich die Oberhand in der Begegnung zu gewinnen. Innerhalb von 5 Spielminuten legte der BCO ein 15:0 Lauf aufs Parkett, welcher den Leipzigern sprichwörtlich das Genick brach.  Die Freude bei Spielern, Trainer und Fans über beide Siege war riesig und macht Lust auf mehr.

Die Fortsetzung gibt es bereits am kommenden Sonntag im heimischen Karpen. In der Bezirksmeisterschaft Dresden trifft der BC Ottendorf-Okrilla 10 Uhr auf die Dresden Titans und 14 Uhr auf den USV TU Dresden. Wir hoffen mit zwei spannenden Spielen unsere Fans begeistern zu können.

Für den BCO spielten:

Tobias Ingler, Marcel Brochlitz, Jonas Füssel, Fabian Schmiedt, Pascal „Mini“ Falkenberg, Paul Klaus und Simon Nagora