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Zum Spielverlauf gegen die Dresden Titans bleibt bei einem derart hohen Endergebnis wohl nicht viel zu sagen. Dem hohen Druck der Ottendorfer Ganzfeldverteidigung waren die kleinen Titanen in keiner Form gewachsen. Die BCOler verhinderten häufig, dass die Gegner überhaupt die Mittellinie überquerten und kamen mit zahlreichen Steals zu einfachen Fastbreakpunkten. Ein Mannschaftsspiel der Ottendorfer war nur selten zu sehen, da der ballführende Spieler häufig ungehindert zum Korb durchgehen konnte. Trotz der scheinbar einfachen Punkte bleibt die Trefferquote der Ottendorfer weiterhin erschreckend schlecht. Nahezu die Hälfte aller Würfe verfehlte ihr Ziel, obwohl es sich fast ausschließlich um sehr einfache und freie Korbleger handelte. Einzig Pascal „Mini“ Falkenberg konnte von Beginn an mit einem sicheren Händchen überzeugen.
Die große Ottendorfer Stärke bleibt die Bissigkeit in der Ganzfeldverteidigung. Lediglich 10 zugelassene Punkte und insgesamt wenige Wurfversuche der Dresden Titans sprechen für eine geschlossene herausragende Mannschaftsleistung in der Verteidigung. 
Trotz des hohen Sieges betrachten die Trainer Elli Kunick und Sabrina Schmidt den Sieg mit Wehmut. So weiß man doch um die eigentlich sehr spielstarken u14er Talente der Dresden Titans, die derzeit ausschließlich in der höheren Altersklasse eingesetzt werden. Wünschenswert ist es, dass bei künftigen Begegnungen die jungen Titans von einigen erfahreneren Spielern unterstützt werden, damit die nächsten Partien auf Augenhöhe gespielt werden können. Ein Spiel wie das Vergangene bringt wohl für beide Seiten keinerlei Entwicklung.

Da auch die Jungs des USV TU Dresden die Dresden Titans deutlich besiegten, starteten die Ottendorfer mit Vorfreude auf mehr Gegenwehr in das zweite Spiel des Turniers. Besonders die TU Spieler Felix Bendel und Tilmann Lorenz sind für die Ottendorfer keine unbekannten Gesichter. Bereits im Spiel gegen die Titans hatten sie gezeigt, dass sie mit Tempo zum Korb gehen und ihre Korbleger versenken können. Neben den zwei Tempomachern hatte TU auch noch einige langgewachsene Spieler im Kader, die besonders beim Rebounding nicht unterschätzt werden durften.
Der Ottendorfer Jonas Füssel, der seine Hände an diesem Spieltag einfach überall hatte und einen Steal nach dem anderen holte, wurde mit der Verteidigung von Felix Bendel beauftragt.  Kontinuierlich gelang es Jonas seinen Gegner auf die schwächere linke Seite zu bringen und den Ball somit zu stoppen.  Die Verteidigung von Tilmann Lorenz verlief zu Beginn des Spiels weniger erfolgreich. Mal um Mal kam er im ersten Viertel nahezu ungehindert auf seiner starken linken Seite zum Korb und konnte nur durch die Helpside, leider zu oft mit Foul, am Punkten gehindert werden. Glück für Ottendorf, dass er all seine Freiwürfe im ersten Viertel vergab. Pech allerdings für Fabian Schmiedt, der Feuerwehr spielen musste, und somit bereits nach sieben Spielminuten mit drei Fouls vorerst das Feld verlassen musste. Erst dem Mannschaftskapitän Tobias Ingler gelang es Tilmann auf seine schwache Seite zu drängen und ihm somit den Wind aus den Segeln zu nehmen.
In der Offense zeigten die Ottendorfer nun endlich wieder, dass sie gut als Mannschaft zusammenspielen können. Die tiefstehende Dresdner Verteidigung ließ ihnen wenig Chancen direkt zum Korb zu kommen. Aber durch schönes Passspiel fanden sie immer wieder den freien Spieler und überzeugten so mit ihrer Spielerfahrung. Die häufig ballführenden Spieler Marcel, Jonas und Tobi bewiesen ein gutes Auge für ihre Mitspieler und leiteten somit viele gelungene Angriffe ein.
Der insgesamt deutliche Sieg mit einem Endergebnis von 92:26 geht in dieser Höhe vollkommen in Ordnung, stellt Ottendorf derzeit einfach das ausgeglichenere Team. Jeder Spieler arbeitet konzentriert an seinen Aufgaben, die Großen holen uns die Rebounds, die Kleinen treiben den gegnerischen Spielaufbau zur  Verzweiflung. Und nicht zu vergessen, dass alle Ottendorfer Spieler eine Gefahr zum Korb darstellen und in der Lage sind zu punkten. Dies ist wohl die größte Herausforderung für die gegnerische Verteidigung.

Für den BCO spielten:

Pascal „Mini“ Falkenberg, Tobias Ingler, Marcel Brochlitz, Jonas Füssel, Fabian Schmiedt, Simon Nagora, Clemens Reichelt, Emma Günther, Felix Nagel, Paul Klaus