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Genauso kam es dann auch. Drei Viertel lang war es ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften spielten einen sehr guten Basketball. Vor allem in der Verteidigung schenkten sich die Spieler nichts. Genau da, in der Verteidigung, sollte auch die Entscheidung fallen. Ein grandioses viertes Viertel, was der BCO mit 22:2 gewinnen konnte, brachte den verdienten 65:45 Sieg für den BCO.

Adelsberg konnte aus dem vollen schöpfen. Beim BCO hingegen fehlten einige Spieler. Lediglich sieben Akteure standen Trainer Schmöller zur Verfügung. "Dies soll nicht immer ein Nachteil sein, manchmal ist eine kleine Rotation gar nicht so schlecht." Stellte Ex-Trainer Martin Ranft vor dem Spiel fest.

Die ersten Minuten waren bei beiden Mannschaften geprägt von Abstimmungsfehlern und vergebenen Würfen. Meist waren es Einzelaktionen welche zu Punkten führten. Mit einem 6:0 Lauf kurz vor dem Ende des ersten Viertels konnte der BCO die Führung übernehmen und mit 15:11 in die Pause gehen. Im zweiten Viertel legten beide Mannschaften zu. Vor allem in der Angriff mußten sich die Mannschaften Aktionen hart erkämpfen. Doch jetzt konnte man endlich erkennen, was in der Mannschaft des BCO steckt. Mit einigen sehenswerten Kombinationen konnten Punkte erzielt werden. Mit einer geringen 32:29 Führung ging es in die Halbzeitpause.

Wichtig nun war es, dass Viertel nicht schon wieder zu verschlafen. Es kamen jedoch beide Mannschaften nicht so richtig aus der Kabine. Erst in der zweiten Minute konnte Adelsberg die ersten Punkte machen, doch der BCO brauchte bis zur sechsten Minute für die ersten Punkte. Die Ottendorfer hatten zwar schon früher die Möglichkeit Punkte zu erzielen, doch eine miserable Freiwurfbilanz (3 von 19) verhinderte dies. Adelsberg konnte die Führung (32:37) vor allem aus diesem Grund wieder übernehmen. Ab der siebten Minute konnten die Adelsberger einen Spieler des BCO nicht aufhalten. Neuzugang Arne Scholtissek erzielte die restlichen sieben Punkte der BCO und hielt so den BCO im Spiel.

Beim Stand von 43:43 startete das letzte und entscheidende Viertel des Spieles. Genau dieses Viertel, sollte das Beste der letzten Jahre werden. Man konnte den Spielern förmlich ansehen, wie motiviert Sie waren. Angetrieben von den zahlreichen Zuschauern, welche eine super Stimmung verbreiteten, erkämpfte sich der BCO Ball für Ball. In der Verteidigung ließ man den Adelsbergern wenig Platz und im Angriff spielte man geduldig und überlegt die Systeme. Punkt um Punkt stieg die Führung. Der BCO spielte sich förmlich in einen Rausch. Erst 30 Sekunden vor Ende des Spieles konnte Adelsberg die ersten und einzigen Punkte in diesem Viertel erzielen. Der BCO war zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar in Führung und gewann das Spiel am Ende ein wenig zu deutlich aber verdient.

Man konnte endlich mal sehen, was in diesem Team steckt. Angetrieben von den Zuschauern, spielte die Mannschaft das erste Mal als Mannschaft zusammen. Nicht einmal die Fußballer, welche nach dem BCO die Halle nutzen, konnten sich dieser Euphorie entziehen. Besonders  Jugendspieler Florian Gruber konnte in diesem Spiel überzeugen. Mit guter Verteidigung gegen die überlegenen Center der Adelsberger und mit super Entscheidungen im Angriff konnte er überzeugen. Auch Trainer Schmöller war anzusehen, wie zufrieden er war. "Was meine Jungs heute gezeigt haben war hervorragend. Endlich haben wir als Mannschaft zusammen gespielt. Einzige die Freiwurfquote war heute zu schlecht. Daran müssen wir dringend arbeiten."

In der kommenden Woche, trifft der BCO auswärts in Dresden auf den dritten Aufsteiger aus der Landesliga die Lok HTW Dresden. Hier kommt es dann auch zum Aufeinandertreffen des langjährigen Spieler des BCO Christian Müller, welcher vor der Saison aus beruflichen Gründen nach Dresden wechselte. HTW steht punktgleich auf den sechsten Tabellenplatz. Mit einem Sieg könnte der BCO an den Dresdnern vorbei ziehen.

Autor: Martin Ranft
Oberliga Herren 2011/2012, 7. Spieltag, 13.11.2011
 

Für den BCO spielten: Martin Juhl, Sascha Meier (6), Christian Witt (17), Florian Gruber (8), Arne Scholtissek (13), Leopold Schubert (12), Patrick Hartwig (9)