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Die gut 60 Zuschauer sahen einen wachen BC Dresden, welcher sofort mit viel Druck in der Verteidigung das Zepter übernahm. Der BCO agierte sehr nervös mit einigen Ballverlusten. Dresden spielte gut zusammen und kam immer wieder zu einfachen Punkten unter dem Korb. Bei Ottendorf funktionierte wenig. Immer wieder hatte man Probleme im Ballvortrag und einen anständigen Abschluss zu finden. So waren die wenigen Punkte meist Einzelaktionen. Bezeichnend auch die letzte Aktion im ersten Viertel, als der Dresdner Paul Stenz fast unbedrängt einen Dreipunktewurf mit der Sirene verwandeln konnte.
Im zweiten Viertel versuchte man die Verteidigung umzustellen um weniger Punkte am Brett zu bekommen. Doch auch darauf hatte der BC Dresden eine Antwort. Stanislav Minits antwortete mit drei seiner fünf Dreier auf die Zonenverteidigung des BCO. Einzig Christian Witt konnte mit zwei Dreiern gegenhalten. In der Halle wurde nun allmählich allen klar, wer das Spiel als Sieger verlassen sollte. Doch die mitgereisten Fans des BCO feuerten ihre Mannschaft weiter an, was zumindestens in dieser Hinsicht die Auswärtshalle zur Heimhalle machte.
Zur Halbzeit konnte der BCO lediglich 20 Punkte erzielen und hat 56 Punkte zugelassen. "Die Probleme der letzten Spiele setzten sich auch heute fort. In der Verteidigung waren wir nicht aggressiv genug und im Angriff finden wir keine guten Würfe." Trainer Schmöller. Im dritten Viertel ein ähnliches Bild. Dresden schaltete einen Gang zurück und ließ auch den Bankspielern die Möglichkeit sich zu beweisen. Ottendorf kam nun zwar zu einigen Punkten doch das große Aufbäumen gegen die Niederlage konnte man nicht erkennen. Hinzu kam an diesem Tag auch noch die schlechte Freiwurfquote. Eigentlich ist der BCO eine starke Mannschaft von der Linie. Doch 43 Prozent sind in so einem Spiel viel zu wenig. Am Ende musste der BCO auch noch die 100 Punktemarke hinnehmen. Marcus Mickelat wurde kurz vor Ende des Spieles beim Dreipunktewurf gefoult und erzielte alle drei Freiwürfe zum 102:44 Endstand. Sichtlich enttäuscht nach dem Spiel war Trainer Schmöller. "Wir müssen in den nächsten Wochen besser trainieren. Vor allem die Intensität im Training muss steigen und die Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen. Es kann nichts sein, dass die fünf Spieler auf dem Feld sich den Ball hin und her passen und sich keiner zutraut eine Aktion zu machen." Der BCO hat noch viel zu tun um das Ende der Tabelle zu verlassen. "In der Mannschaft steckt viel Potential, was nur noch abgerufen werden muss." So der ehemalige Trainer Martin Ranft. In der kommenden Woche empfängt der BCO die dritte Vertretung des USC Leipzig, welche derzeit auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Die Nachwuchsmannschaft aus Leipzig, wo die erste Mannschaft in der zweiten Basketballbundesliga spielt, wird hochmotiviert nach Ottendorf kommen. Durch Siege gegen Adelsberg und HTW Dresden ist klar wer der Favorit in diesem Spiel ist.

Autor: Martin Ranft
Oberliga Herren 2011/2012, 4. Spieltag, 22.10.2011

Für den BCO spielten: Sascha Meier (4), Stefan Lenkeit, Marcel Wolf (5), Thomas Brockmann, Christian Witt (12), Florian Gruber, Leopold Schubert (12), Patrick Hartwig (7), Michael Zumpe (2), Denny Clauß, Clemens Damm (2)