Die schwierigste Aufgabe war es den starken Center der Chemnitzer Uwe Kupfer-Zwingelberg zu verteidigen. Dies gelang dem BCO auch Phasenweise sehr gut. Immer wieder musste er sich schwere Würfe am Brett erarbeiten. Voll auf den überlegenen Center konzentriert, wurden jedoch ab und an die anderen Spieler vergessen. So konnten diese immer wieder einfache Würfe nehmen, welche den Weg in den Korb fanden oder durch den Chemnitzer Center nach erfolgreichen Rebound verwandelt wurden. Chemnitz bauten so den Vorsprung kontinuierlich aus. Der BCO spielte im Angriff zu statisch und nahm zu viele Würfe. Der Weg Richtung Korb wurde selten gesucht, so dass man mit einem 40:26 Rückstand in die Halbzeitpause ging.
Nach den Halbzeitpause sahen die Zuschauer einen veränderten BCO. In der Verteidigung schaffte man es noch aggressiver zu spielen. Immer wieder wurden schon die Flügelspieler so sehr unter Druck gesetzt, dass viele Abspielfehler zustande kamen. Der Chemnitzer Center wurden ebenfalls noch besser verteidigt, so dass er kaum von seinen Mitspielern angespielt werden konnte. Im Angriff schafften es die Spieler nun endlich auch den Weg zum Korb zu suchen. Endlich wurde auch über die starken Ottendorfer Center gespielt. Verdientermaßen gewann der BCO das dritte Viertel mit 7:21 und konnte dadurch den 47:47 Ausgleich erreichen.
Die Entscheidung musste nun im letzten Viertel fallen. Chemnitz startete gut mit schnellen fünf Punkten. Doch der BCO hatte sofort die Antwort parat und holte sich die erste Führung im Spiel mit einem 8:0 Lauf. Die folgenden Minuten konnte sich keine Mannschaft absetzten. Beim Stand von 61:61 eine Minute vor Schluss konnte Chemnitz zwei Punkte inklusive Foul erzielen. Der Bonusfreiwurf fand sein Ziel nicht, der BCO holte sich den Rebound und konnte einen Schnellangriff laufen. Neuzugang Arne Scholtissek war auf dem Weg zum Korb, konnte den Wurf noch nehmen, wurde dabei jedoch gefoult. Der Ball kreiselte kurz auf dem Ring und überlegte sich dann doch nicht in den Korb zu fallen. Beim Stand von 63:61 konnten beide Freiwürfe nicht getroffen werden. Beim Rebound wurde ein Chemnitzer Spieler gefoult, ebenfalls zwei Freiwürfe. Der erste Freiwurf war drin (64:61), der zweite nicht. 2,8 Sekunden noch auf der Spieluhr, Auszeit durch den BCO. Der BCO musste nun einen Dreipunktewurf erzielen, um überhaupt noch die Möglichkeit auf eine Verlängerung zu haben. Die Chemnitzer verteidigten gut das System der Ottendorfer, so dass der Ball zu Center Leopold Schubert kam, welcher aus der Bedrängnis den Ball Werfen musste und dabei gefoult wurde. 1,2 Sekunden auf der Spieluhr und drei Freiwürfe für Neuzugang Leopold Schubert. Dieser bewies Nervenstärke und erzielte alle drei Freiwürfe zum 64:64 Ausgleich. Chemnitz nahm nun die Auszeit um die letzte Sekunde zu nutzen das Spiel doch noch zu entscheiden. Bei Chemnitz konnte es eigentlich nur über einen Spieler gehen. Dies wussten die Ottendorfer auch. Doch den Pass konnten Sie trotzdem nicht verhindern. Mit seinen Punkten 26 und 27 entschied Uwe Kuper-Zwingelberg die Partie.
"Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte beweisen, dass wir uns in ein Spiel über die Verteidigung zurückkämpfen können. Wir müssen uns noch als Mannschaft finden. Die zweite Hälfte hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem ist man nach so einer knappen Niederlage enttäuscht." So Trainer Schmöller nach der Schlusssirene.
Am kommenden Wochenende hat der BCO wieder ein Heimspiel und trifft im ersten Derby der Saison auf die ebenfalls sieglose Mannschaft des MSV Bautzen 04. Gegen Bautzen kann der BCO auf einen größeren Kader zurückgreifen. "Nach den beiden Niederlagen ist ein Sieg gegen Bautzen sehr wichtig, um nicht an das Ende der Tabelle zu rutschen." Ex-Cheftrainer Martin Ranft
Autor: Martin Ranft










