Anreise und Jelenia Gora

Pünktlich 9.30 Uhr am Himmelfahrtsdonnerstag setzte sich unser Reisebus, den wir beim Reiseunternehmen Puttrich Hohnstein gechartert hatten Richtung Jelenia Gora (Hirschberg) in Bewegung. Dort sollte um 13 Uhr eine Stadtführung durchgeführt werden. Aber es begann mit ein paar kleineren Pannen: Der von unserer Reisebegleitung Marzena aus Karpacz vorgegebene Parkplatz konnte nicht angefahren werden und sie selbst hatte etwas mit den glücklicherweise harmlosen Folgen eines Auffahrunfalles zu kämpfen. Die Stadtführung begann deshalb etwas später und wurde, weil die Hitze kaum erträglich war, dann auch beendet, als es bestimmt noch viel zu sehen und hören gegeben hätte.

Auf der anschließenden Fahrt ins Hotel nach Milkow begann der bis dahin tadellos funktionierende Bus zu ruckeln, anfangs nur vereinzelt, zunehmend aber immer stärker und Heidi, unsere Fahrerin, bekam die eine und andere Sorgenfalte ins Gesicht. Sie hat uns trotzdem gut am Hotel abgeliefert, der Bus aber wurde durch das Busunternehmen und von uns unbemerkt gegen 2.00 Uhr in der Nacht durch einen kleineren ausgetauscht.

 

Schloß Fürstenstein und Miniaturenpark Kowary

Der Weg führte uns am zweiten Tag zum Schloß Fürstenstein. Hier hatte unsere polnische Reisebegleiterin eine Führung für uns reservieren lassen. Alles war sehr interessant, informativ und wissenswert, unser still erklärtes Ziel – den legendären Goldzug aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden – ist uns aber leider nicht gelungen.

Auf dem Rückweg ins Hotel haben wir schließlich dem Miniaturenpark in Kowary einen Besuch abgestattet. Die zahlreichen detail- und maßstabgetreu nachempfundenen Schlösser, Burgen und Herrenhäuser Niederschlesiens waren diesen Halt absolut wert, auch, weil uns Park-Führer Adam mit seiner euphorischen und kenntnisreichen Art absolut begeistert hat.

 

Schneekoppe und Kirche Wang

In Eigenregie und ohne polnischen Beistand ging es an Tag Drei mit dem Bus nach Pec pod Snezkou und von da mit dem Lift auf die Schneekoppe. Die Wolken hingen leider tief, so dass nur sporadisch das Riesengebirgsumland zu sehen war.

Die noch gut zu Fuß waren haben sich schon bald nach dem Gruppenfoto an den dreieinhalbstündigen Abstieg nach Karpacz gemacht und sind glücklicherweise vom wetterseitig angesagten Regen verschont geblieben. Alle Anderen wurden mit dem Bus ab Talstation in Tschechien zum nachmittäglichen Treffpunkt an der Kirche Wang kutschiert.

 

 

 

Siruwa, japanischer Garten

Der am Vorabend kurzerhand ins Programm aufgenommene Besuch des Japanischen Gartens in Przesieka wurde ein weiteres Highlight dieser vier Tage. Wir sahen Rhododendren und Azaleen in beeindruckender Felsen- und Wasserwelt und konnten japanischen Tee wohl stilgerecht geniessen. In freundlicher Erinnerung wird uns aber der Erbauer und Besitzer dieses Kleinods bleiben, der dafür gesorgt hat, daß auch wirklich alle im Garten ankommen konnten und dass der Bus nach spontaner Straßensperrung auch wieder sicher ins Tal gelangen konnte.

 

Himmelfahrt 2018 ist Geschichte. Wir sind in einem sehr schönen Hotel unter gekommen, in dem Essen und Trinken zur Zufriedenheit wohl aller waren. Und wer wollte, hat den Hotel-eigenen-Pool genutzt oder konnte sogar den Haarteilaufsatz der Cheffin berühren!

Uwe hat uns am letzten Abend schon mal Teile des von ihm gemachten Filmes gezeigt und Heidi uns mit Bravour durch die Gegend geschippert.

Herzlichen Dank an alle, die zum Likier Karkonoski für uns Organisatoren und Finanzer beigetragen haben.

 

Roland Hempel