• Basketball im Rödertal

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

Da einige Jungs für diesen Spieltag nicht zur Verfügung standen und zwischenzeitlich der Spieltag in Gefahr stand, ob Ottendorf überhaupt antreten konnte, wurde frühzeitig eine Anfrage an Jenny Meißner gestartet, welche die U19 des BCO trainiert und prompt meldeten sich die Spielerinnen Emma Günther, Benita Libesch und Anne Wedemann freiwillig, um auch mal einen Spieltag in der eigentlich männlichen U16 Meisterschaft mitzuspielen. Da auch der SV Motor Sörnewitz einige Mädchen im Kader hatte und die U19 leider diese Saison keinen Spielbetrieb bestreitet, war dies einen sehr gute Gelegenheit auch den Mädchen die Chance für einen Spieltag zu geben. Zu früher und kalter Stunde reisten somit 11 Spieler und Spielerinnen nach Coswig, um im ersten Spiel gegen SV Motor Sörnewitz und im zweiten Spiel gegen die Dresden Titans zu spielen. Obwohl vorher kein gemeinsames Training stattfand, konnten sich die Mädchen unglaublich schnell in das Ottendorfer Spiel integrieren.

BC Ottendorf-Okrilla – SV Motor Sörnewitz 82:67 (34:36)

Eine kurze Recherche zuvor zeigte, dass insbesondere zwei Spieler von Sörnewitz den Großteil der Punkte in den vergangenen Spielen machten, diese sollten von Anfang an kontrolliert werden. Die ersten Punkte von Ottendorf konnte Sarah Lucia erzielen, sie trainiert neben der U19 auch bei der U16 und nimmt  bereits regelmäßig an Spielen teil. Anschließend zeigte sich eine schwere erste Halbzeit. Aber aufgrund einer grandios funktionierenden Defenseleistung und eines klugen Zusammenspiels in der Offensive, konnte sich keine Mannschaft großartig absetzen. Der Kapitän Simon Nagora und Louis Redlin hielten den größten Sörnewitzer M. exzellent in Schach, sodass dieser regelmäßig beim Abschluss gedoppelt wurde und wichtige Punkte vermieden werden konnten. Beide Mannschaften trennten sich mit 18:22 in das zweite Viertel. Mit Hilfe eines anfänglichen 6:0 Lauf in der 15. Spielminute konnten die Rödertaler zwischenzeitlich mit 26:23 in Führung gehen. Doch der SV ließ nicht locker und kämpfte sich abschnittsweise immer wieder zurück – wieder war es der lange Neuner von Sörnewitz der den Ball immer noch zu leicht in die Ottendorfer Reuse beförderte. Doch die Ansage der Ottendorfer Coaches war deutlich. Der Zug zum Korb und Abschlüsse am Brett sollten hauptsächlich die gewünschten Punkte bringen. Immer noch im Rückstand aber mit einem der besten Spiele der Saison verabschiedete sich der BCO mit 34:36 in die Halbzeitpause. Nach einer ersten sehr guten Halbzeit war sich der BCO sicher, dass Spiel hat Potential um es zu gewinnen. Im dritten Viertel konnten insbesondere die Spieler Augustin und Rebenstock den BCO im Spiel halten. Mit einem zwischenzeitlichen 9:0 Lauf in der 25. Spielminute ging der BCO erstmals in Führung und der lange Sörnewitzer musste mit seinem 3. und 4. persönlichen Foul auf der Bank Platz nehmen. Ottendorf nutzte diese Chance nun eiskalt, schonte zum einen seine Leistungsspieler aber zugleich gab es einen immer wiederkehrenden Führungswechsel, am Ende konnte Ottendorf jedoch mit 57:56 in das letzte und entscheidende Viertel starten. Nachdem der lange Sörnewitzer sein 5. Foul aufgrund eines rigorosen Zugs von Simon Nagora nur mittels typischer Schranke stoppen konnte, war der Weg frei für den Ottendorfer Sieg. Nach einem 17:2 Lauf des BCO war der Sieg besiegelt. Abschließend durften auch die Mädels zusammen gegen die Sörnewitzer Mädels noch etwas spielen, aber auch in diesem Spielabschnitt brannte nix mehr an und der BC Ottendorf-Okrilla gewinnt nach einem hervorragendem Spiel mit 82:67.

BC Ottendorf-Okrilla – Dresden Titans 66:90 (34:42)

Im zweiten Spiel an diesem Tag wartete ein hartes Stück Arbeit auf den BCO, das auch nicht ohne ein paar Blessuren an den Spielern vorbei ging. Schnell merkte man, dass die Titans eine ganz andere Spielweise an den Tag legten. Extrem aggressiv  agierten die Landeshauptstädter in der Offensive und Defensive. Leider waren die Schiedsrichter anfänglich nicht in der Lage das Spiel entsprechend zu führen und zu leiten. Dennoch hielt insbesondere Louis Redlin den BCO mit 6 Punkten im Spiel. Eine ab Mitte des ersten Viertels gespielte Ganzfeldverteidigung überrumpelte die Ottendorfer und viele Einwürfe wurden in die Hände der Gegners gespielt. Die beiden Ottendorfer Trainer mussten sich gegenseitig im Zaum halten, da abschnittsweise extrem fragwürdige, ungeahnte Spielsituationen für eine aufbrausende Stimmung in der kleinen Halle sorgten. Doch Ottendorf ließ den Dresdner keinen Spielraum, sodass man mit nur 5 Punkten Rückstand (19:24) in das zweite Viertel startete. Im zweiten Viertel war es anschließend leider so, dass die Revs ihr Linie massiv verließen und plötzlich in jeder Ottendorfer Aktion ein Foul sahen, die Rödertaler hatten nun auch noch Probleme sich wieder auf die Schiedsrichterweise einzustellen, dies bescherte den Dresdnern 18 Freiwürfe in diesem Viertel, zum Glück wurden nur zwei getroffen. In der Halbzeitpause stand es somit 34:42. In der zweiten Halbzeit nahm die Kondition bei einem Großteil der Spieler leider langsam ab. Das Spiel war bisher geprägt von einem rasanten Umschaltspiel und einem oftmals geforderten Fast Break-Spiel. Lange weite Pässe der Dresdner aus der ersten Hälfte konnten zwar unterbunden werden, doch Dresden baute Schritt für Schritt die Führung aus. Zu Beginn des 4. Viertels stand es 50:61. Die Luft war nun raus, obwohl Luca Augustin noch mal 8 Punkte verbuchen konnte, waren die letzten Minuten eher unansehnlich und das letzte Viertel ging mit 16:29 dann noch klar an die Gegner. Das zweite Spiel verlor der BCO leider mit 66:90.

Für Ottendorf Spielten: R. Rebenstock; A. Schicht; L. Augustin; S. Nagora; J. Reichelt; E. Günther; D. Borchers; A. Wedemann; S. Lucia; B. Libesch; L. Redlin

Insgesamt sind die Trainer mit diesem Spieltag dennoch äußerst zufrieden. Das erste Spiel zeigt das Potential der Spieler und selbst ohne vorheriges Training konnten sich die U19 Spielerinnen sehr gut integrieren. Eine gute Gelegenheit auch die spielbegeisterten Mädchen im Spielbetrieb zu etablieren. Ein solches vereinsinternes Zusammengewürfel hat für alle Spieler und Spielerinnen nur Vorteile.

Sörnewitz hat bereits angefragt, ob nicht auch ein paar Freundschaftsspiele mit Mädchen und Jungen organisiert werden können. Eine sicherlich gute Gelegenheit den U19er noch ein paar weitere Spiele zu beschaffen.

Sicherlich wird dies nicht der letzte Einsatz der Mädchen in dieser Saison gewesen sein. Bereits am 17.12.2016 reist die U16 nach Dresden zu einem Einzelspieltag gegen BC Dresden.