• Basketball im Rödertal

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

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Ganz entspannt konnte die U12 männlich am 19.März die letzten beiden Spiele der Jugendliga in heimischer Halle angehen. Selbst 2 Niederlagen gegen die beiden Letzten der Tabelle hätte sich unsere Mannschaft leisten können, ohne noch vom 2.Platz verdrängt zu werden. Aber wir wollten auch diese Spiele siegreich gestalten. Moritz und Vincent fielen kurzfristig aus, Janek konnte nur beim 2.Spiel dabei sein.

Im 1.Spiel gegen das sieglose Schlusslicht, ChemCats Chemnitz, bestimmten wir von Beginn an das Spiel. Bereits nach 5 Minuten lagen wir mit 13:0 vorn, hielten den Vorsprung bis zur 1.Viertelpause (22:10). Die klare Führung täuscht aber über das wahre Geschehen hinweg. Mehrfach hatten wir Glück, weil die Gäste viele ihre Würfe nicht verwandelten. Auch uns unterliefen zehn vermeidbare technische Fehler (Zuspiel-, Fang und Dribbelfehler) in diesem Abschnitt. Ab dem 2.Viertel verdichteten die Chemnitzer den Raum unter ihren Korb. Anstatt das Spiel auseinander zu ziehen, versuchten wir es mit Dreipunktwürfen. Allerdings verfehlten alle Würfe ihr Ziel. Da unsere Abwehr sicher stand, hätten wir eigentlich schnelle Konter fahren können. Doch wir bewegten uns zu langsam oder es unterliefen uns Fang- und Zuspielfehler im Aufbau. Unsere Führung von 39:12 bis zur Halbzeit hätte viel höher ausfallen müssen. Das 3.Viertel war unser schlechtestes des gesamten Spieltages. Immer wieder versuchten wir über rechts zum Korb zu dribbeln. Die gegnerischen Abwehrspielerinnen machten mit Körpereinsatz die Seite dicht. Außerdem blieben wir zu starr auf den Angriffspositionen, es fehlte das Spiel ohne Ball. Beim Stand von 58:25 ging es ins letzte Viertel. Dies verlief ähnlich dem Dritten. Vom Ergebnis her konnte ich mit dem klaren 75:37-Sieg zufrieden sein, auch weil schwächere Spieler lange mitwirkten, doch mit der Spielweise und der ungenügenden Umsetzung der Vorgaben aus den Auszeiten auf keinen Fall.

Gegen die Dresden Titans, die mit vier sehr großen Spieler antraten, musste unbedingt eine Leistungssteigerung erfolgen. Ihre Riesen sind die mit Abstand größten Spieler aller Mannschaften der Liga. Zum Glück, waren bis auf einen, die anderen noch unerfahren. Jetzt stand uns auch der wieselflinke Janek zur Verfügung. Nun hatten wir neben Jonas wieder einen, der bei den schnellen Kontern in anspielbereiteter Position zu finden war, seine Chancen erfolgreich nutzte. Je 2 Treffer der beiden brachten uns schon nach 2 Minuten mit 8:0 in Führung. Da wir den Ball mit wenig Dribblings schnell passten, hatten die Dresdener kaum Zeit, ihre Verteidigung so engmaschig wie die ChemCats aufzubauen. So gelang es uns immer wieder, erfolgreich zum Korb zu ziehen. Eigentlich war das Spiel schon nach 10 Minuten (29:8) entschieden. Von jetzt ab wechselten wir im Abstand von 3 bis 4 Minuten alle Bankspieler ein. Sören steigerte sich gegenüber dem 1.Spiel sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, wo er den besten, großen Titansspieler sehr gut unter Kontrolle hatte und die Rebounds erkämpfte. Zum Abschluss des 2.Viertels taute auch Rasmus auf, sprintete wir die anderen beiden Flitzer zum Korb und belohnte sich mit insgesamt 13 Punkten. Beim Stand von 48:17 wurden die Seiten gewechselt. Auch die Dresdner wechselten jetzt schwächere Spieler ein. Das 3.Viertel gewannen wir mit 31:14, nach 30 Minuten stand es 79:31. Nun lag die 100-Punkte-Marke in greifbarer Nähe. In stärkster Besetzung wollte wir das Ziel erreichen. Aber dieses Vorhaben misslang, weil wir verkrampften und wieder in den Fehler des 1.Spiel – viele Einzelaktionen – verfielen. Die Dresden Titans wollten andererseits keinen 100er kassieren und verschleppten ihre Angriffe. Sie nutzen die 24 Sekunden Angriffszeit aus, wurden aber von uns auch nicht besonders attackiert. So blieb es beim souveränen, in dieser Höhe unerwarten 98:45-Sieg.

Trotz der klaren Siege sind die Schwachstellen unserer Spielweise sichtbar geworden. An der Beseitigung muss unbedingt gearbeitet werden. Beide Spiele konnten unterschiedlicher nicht sein: gegen die ChemCats 39 technische Fehler, 42 Fehlwürfe, 5 Dreier kassiert, wenig erfolgreiche Fastbreaks, gegen die Titans nur 17 technische Fehler, nur 26 Fehlwürfe, nur 2 Dreier kassiert und gute Fastbreaks mit viel besserem Mannschaftsspiel. Hinter dem Sachsenmeister Niners Chemnitz, gegen die wir das Hinspiel in Chemnitz erst nach Verlängerung und das Rückspiel mit nur 2 Punkten verloren, wurden wir vor den Leistungsvereinen USC Leipzig und Dresden Titans souveräner Vizemeister.

Topscorer des Spieltages waren Jonas mit 31 bzw. 33 Punkten, gefolgt von Sören (12 bzw. 19), Janek (25), Cosmo (20 bzw. 3) und Rasmus (0 bzw. 13).

 

Jürgen