• Basketball im Rödertal

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

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Eigentlich waren die Voraussetzung für die Jugendligaspiele der U12 männlich am 5.März ideal. Die besten 9 Spieler standen uns zur Verfügung, kamen ohne Blessuren vom Bezirksauswahltraining am Vortag zurück. Mit dem Gastgeber USC Leipzig und der 2.Mannschaft der Niners Chemnitz (ehemals BV Chemnitz) standen uns zwei Gegner gegenüber, die wir in der Hinrunde mit 76:46 bzw. 54:46 bezwangen. Doch schon die Anreise hatte es in sich. Mein Navi schaffte es wegen der vielen Umleitungen und Baustellen nicht, uns zur Sporthalle zu leiten.

Nach vielen Fragen und Umwegen traf ich mit 25 minütiger Verspätung ein. Die beiden anderen Fahrzeuge fehlten aber noch. Als wir zur Halle liefen, kam auch das Fahrzeug mit Sören, Nico, Moritz und Rasmus an. Sören hatte seine Sportschuhe vergessen, in Wilsdruff musste gewendet werden. Knapp 15 Minuten blieben zum Spielbeginn. Um die Erwärmung konnte ich mich kaum kümmern, da das Fahrzeug mit Jonas und Martin noch fehlte.

Durch 2 Treffer von Rasmus gingen wir zwar mit 4:0 gegen USC Leipzig in Führung, doch nach 5 Minuten glich der Gastgeber durch den 1.Dreier aus (8:8). Von nun an, lagen die Leipziger immer vorn. Unserem Spiel fehlte die Lockerheit und Konzentration. Zu schnellen Kontern, eigentlich unsere Stärke, kamen wir fast gar nicht. Zudem unterliefen uns zu viele Abspielfehler. Mehrere Nahwürfe gingen nicht durch den Ring, weil sie nicht ans Brett geworfen wurden. Folglich beendeten wir das 1.Viertel mit einem 14:17-Rückstand. Zum Glück traf nun auch Jonas und Martin ein. doch beide benötigten ein paar Minuten zum Warmlaufen. Der Gegner baute seinen Vorsprung auf 10 Punkte aus. Beim Stand von 30:37 wurden die Seiten gewechselt. Eigentlich hätten wir 2 Punkte mehr gehabt, doch der Anschreiber hatte sie vergessen zu notieren. Im 3.Viertel folgte das nächste Missgeschick. Richard gibt einen Pass zum noch im Rückfeld stehenden Rasmus. Der dribbelt zum eigenen Korb und trifft. Eigentlich hätte der Schirri Rückspiel pfeifen müssen, doch der Pfiff bliebt aus wie bei vielen Leipziger Fouls und so zählte der Korb. Eigentlich ist es unzumutbar, dass Jugendligaspiele von nur einer Person gepfiffen werden, die nicht einmal im Besitz einer SR-Lizenz ist. Zum Ende des 3.Viertel lagen wir immer noch 41:45 hinten. Erfreulich, dass wir mit zunehmender Spieldauer langsam unseren Rhythmus fanden und den Leipziger Spielmacher Zacharias (29 Punkte, davon 4 Dreier) besser in den Griff bekamen. Jonas, dessen Stärke sonst mehr die Offensive ist, hatte daran großen Anteil. 2 Minuten vor Schluss gingen wir mit 57:56 in Führung. 15 Sekunden vor dem Abpfiff führen wir 64:61, wollen die Spielzeit runter spielen, doch wir verlieren den Ball und kassieren durch einen Dreier den Ausgleich. Als noch 1 Sekunde zu spielen ist, wirft Sören aus über 10 Meter auf dem Korb und trifft zum 67:64-Sieg. Riesig ist die Freude. Während unsere Spieler auf dem Parkett liegen und Sören erdrücken, können die Leipziger ihre Tränen nicht verbergen. Ein Spiel mit so viel Pech für uns hatte einen glücklichen Abschluss gefunden.

Im 2.Spiel gegen die Niners Chemnitz 2. begannen wir in stärkster Besetzung. Unsere Spieler waren nicht mehr kalt und man sah unsere gewohnt schnellen Angriffe, welche auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Zum Teil verlangsamten unsere Spieler sogar das Tempo, weil die Chemnitzer zeitig resignierten. Souverän gingen wir mit 32:16 in die erste Viertelpause. Im Gegensatz zum Gegner, der seine beiden besten Spieler 40 Minuten durchspielen lies, wechselten wir alle gleichmäßig ein. Erwartungsgemäß wurde der Vorsprung nicht weiter ausgebaut, schmolz in der 23.Minute sogar auf 10 Punkte. Auch über 30 verworfene Nahwürfe im 2. bis 4.Viertel verhinderten ein besseres Ergebnis. Zudem bekamen weder Jonas noch Sören den besten Chemnitzer Glowka (39 Punkte) in den Griff. Eine Hilfe, wenn dieser immer mit einer Finte von rechts nach links wechselte und aus Nahdistanz traf, fehlte. Erst als Richard die Deckung des treffsicheren Chemnitzer übernahm und ein 2.Ottendorfer die Lücke auf der linken Seite schloss, konnte er gestoppt werden. Obwohl uns der zweite starke Chemnitzer Kellig in den letzten 5 Minuten 3 Dreier „einschenkte“, bauten wir unseren Vorsprung aus. Dabei halfen einigen unserer Spieler die fehlenden Pfiffe des Schiedsrichters. Mehrere Schrittfehler wurden nicht geahndet. Wir gewannen das Spiel sicher und  ungefährdet mit 92:75 gegen unseren härtesten Konkurrenten um Platz 2.

Am letzten Spieltag der Jugendliga am 19.März in unserer Sporthalle treffen wir auf die ChemCats Chemnitz (10:00 Uhr) und die Dresden Titans (14:00 Uhr), können uns sogar 2 Niederlagen leisten, um trotzdem noch Vizemeister zu werden.

Jürgen