• Basketball im Rödertal

  • Basketball-Club Ottendorf-Okrilla

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Es entwickelte sich ein gutklassiges und spannendes Spiel. Allein im 1.Viertel wechselte fünfmal die Führung. Nachdem uns Sören in Führung brachte, konterte Chemnitz zum 2:3. Durch schnelle Fastbreacks von Jonas und Richard lagen wir nach 4 Minuten wieder mit 9:5 vorn. In reichlich einer Minute unterliefen uns aber vier ungenaue Zuspiele, die die Chemnitzer in 8 Punkte umwandelten. Wir lagen somit 9:13 hinten. Zum Glück kamen wir wieder in die Erfolgsspur zurück. In der Verteidigung gaben wir uns keine Blöße, störten erfolgreich bei den gegnerischen Positionswürfen. Die Chemnitzer, bekannt für ihre erfolgreichen Dreipunktewürfe, mussten frühzeitig gestört werden. Da wir uns viele Rebounds holten, war es wieder möglich, unsere gefährlichen Konter zu fahren. Mit Janek und Jonas besitzen wir zwei sehr schnelle Flitzer, die auch solche Angriffe erfolgreich abschließen können. Auch weil wir 7 von 8 Freiwürfe trafen, gingen wir mit 23:18 in die 1.Viertelpause.

Unglaublich, dass wir die starke Leistung der ersten 10 Minuten, abgesehen von einer schwachen Minute, noch einmal toppen konnten. Sören steigerte sich immer mehr. Er traf aus Mitteldistanz, was uns 3 Punkte einbrachte und blockte einige Angriffe fair ab. Auch Janek war nicht zu halten, bekam allerdings einige Fouls gegen den spielstarken J.Mendoza. In der 17.Minute lagen wir mit 40:22 vorn. Manch einer in der Halle dachte, das Spiel ist gelaufen. Allerdings kostete unser Spiel sehr viel Kraft. Außer Sören gingen alle Spieler des 1.Fünfers abwechselnd für ein paar Minuten zur Erholung auf die Bank. Nun kamen Cosmo, Martin, Rasmus und Moritz zum Einsatz. Auch die Genannten machten ihre Sache ordentlich, wenngleich sie noch nicht das Leistungsvermögen des Stammfünfers haben können. Der an diesem Tag besten Chemnitzer M.Möckel nutzte dies zu 8 Punkten für sein Team bis zum Halbzeitstand von 40:32.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck in der Abwehr. Sie standen jetzt viel näher an unseren Spielern. Den Spielaufbau konnten sie zwar trotz Pressing nicht unterbinden, aber unsere Anspiele in der gegnerischen Hälfte wurden immer schwieriger. Wir mussten mehr laufen als in der 1.Halbzeit, unsere Trefferquote war nicht mehr so überragend wie anfangs. Hinzu kam, dass Janek bereits in der 23.Minute sein 4.Fouls erhielt und Schonzeit brauchte. Trotzdem lagen wir im 3.Viertel ständig in Führung und gingen noch mit 56:53 ins letzte Viertel. Bis zur 32.Minute verfehlten auf beiden Seiten alle Würfe ihr Ziel. Die Anspannung bei beiden Teams war unverkennbar. In der 34.Minute gingen die Chemnitzer wieder mit 56:58 in Führung. Erstaunlich, dass wir uns nach diesem Rückschlag wieder erholten. Innerhalb von 2 Minuten wendeten wir das Spiel. Es stand in der 37.Minute 66.58 für uns! Dass 4 Minuten Basketball sehr, sehr lang sein können, mussten unsere tapfer kämpfenden Spieler erkennen. Bei schwindenden Kräften wollte der Ball einfach nicht mehr durch den Ring fallen. Hinzu kam, dass es uns nicht gelang, die beiden dominierenden Chemnitzer M.Möckel und J.Mendoza, beide markierten zusammen 56 Punkte, entscheidend bei ihren Durchbrüchen zu stören. Sie sind für ihr Alter schon sehr gefährliche Weitwerfer, auch von Positionen jenseits der 6,75m-Linie. Durch eine nahe Stellung am Werfer verhinderten wir zwar die 3-Punkte-Treffer. Deren individuellen Durchbrüche konnten wir nicht immer abwehren, weil die Hilfe durch einen zweiten Verteidiger noch nicht funktionierte. Unsere letzten beiden Freiwürfe in der 38.Minute konnten wir leider nicht verwandeln, sonst hätten wir die 66:68-Niederlage vermieden und eine Verlängerung wie im Hinspiel erwirkt. Bis zu diesem Zeitpunkt trafen wir 11 von 12 Freiwürfen, eine ausgezeichnete Quote von 92%. Als Trainer kann ich auf die Leistung der gesamten Mannschaft stolz sein, sie hat auf einem hohen Niveau gespielt und unglücklich verloren – schade, das Glück war erneut nicht auf unserer Seite. Trotzdem allen ein dickes Lob eines sonst immer kritischen Trainers. Aus dem Team möchte ich noch Sören hervorheben, der gekämpft hat wie noch nie, 27 Punkte beisteuerte und alle 40 Minuten durchspielte.

 

Jürgen